Verben konjugieren mit Endungen
Verben sind Tu-Wörter: spielen, lachen, gehen, lesen. Sie verändern sich, je nachdem wer etwas tut. „Ich spiele" klingt anders als „du spielst" oder „wir spielen". Diese Veränderung heisst Konjugation. Sie funktioniert nach einem festen System: das Verb hat einen Stamm (der gleich bleibt) und eine Endung (die sich ändert). Wenn du das System einmal kennst, kannst du jedes neue Verb richtig anpassen.
Den Stamm finden
Das Verb in der Grundform endet auf -en (spielen, lachen, gehen). Lass das -en weg, der Rest ist der Stamm. Beispiele: spielen → „spiel", lachen → „lach", gehen → „geh". Manche Verben haben nur -n statt -en (sammeln → „sammel"), die sind die Ausnahme.
Die sechs Personalpronomen kennen
Wer handelt? Dafür gibt es sechs Wörter: ich, du, er/sie/es (Einzahl) und wir, ihr, sie/Sie (Mehrzahl). Sie zeigen, welche Person das Verb tut. „Ich spiele" → ich. „Sie spielen" → mehrere Personen. „Sie spielen" (mit grossem S) ist die Höflichkeitsform an eine erwachsene Person.
Die sechs Endungen lernen
Jede Person bekommt eine eigene Endung: ich → -e, du → -st, er/sie/es → -t, wir → -en, ihr → -t, sie/Sie → -en. Diese sechs Endungen sind das Herz der Konjugation. Sie funktionieren bei (fast) jedem Verb gleich.
Stamm und Endung zusammensetzen
Du nimmst den Stamm und hängst die Endung an. Beispiel mit „spielen" (Stamm: spiel): ich spiel-e, du spiel-st, er spiel-t, wir spiel-en, ihr spiel-t, sie spiel-en. Bei manchen Stämmen brauchst du ein Hilfs-e damit es flüssig klingt: arbeiten → du arbeit-est (statt arbeit-st).
Stammwechsel bei manchen Verben (für 5. Klasse)
Bei einigen Verben verändert sich auch der Stamm, nicht nur die Endung. Das Muster: e → i (lesen → du liest, er liest) oder a → ä (fahren → du fährst, er fährt). Das passiert NUR in der du- und er-Form. Wir sagen „wir lesen, ihr lest, sie lesen" ohne Wechsel. Solche Verben musst du dir merken: lesen, geben, helfen, sehen, schlafen, fahren, laufen, fallen.
Beispiel zum Mitrechnen
Beispiel 1: spielen (regelmässig)
Der Stamm spiel bleibt gleich. Nur die Endung wechselt.
Beispiel 2: lesen (mit Stammwechsel e → i)
In der du- und er-Form wird aus les ein lies. Im Plural bleibt es les.
Die sechs Endungen
Tipps und häufige Fehler
Häufiger Fehler: wir-Form und sie/Sie-Form haben beide die Endung -en. Das ist richtig so. Wer handelt erkennst du am Pronomen davor: „wir spielen" vs „sie spielen".
Wenn der Stamm auf s, ss oder z endet, hat die du-Form nur -t (nicht -st). Beispiel: tanzen → du tanzt (nicht „du tanzst"). Genauso: küssen → du küsst, reisen → du reist.
Manche Verben sind unregelmässig und folgen dem System nicht: sein, haben, werden, gehen. Diese musst du einzeln auswendig lernen wie Vokabeln.
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Diese Pakete trainieren genau diese Methode: