
Im Frühling auf dem Acker
Hanna geht oft mit ihrem Vater zum Bauer Schmidt, der gleich am Dorfrand wohnt. Heute, im April, ziehen sie hinter dem Hof übers Feld. Die Erde ist frisch umgepflügt, dunkel, fast schwarz. Bauer Schmidt sitzt auf seinem alten gelben Traktor und klappert über den Acker. Hinten am Anhänger streut eine Maschine winzige Körner in den Boden. „Das sind Weizenkörner“, sagt der Bauer und reicht Hanna eines auf der ausgestreckten Hand. „So klein. So unscheinbar. Und doch wird das im Sommer goldenes Korn, im Herbst Mehl, und irgendwann ein Brot.“ Hanna nimmt das winzige Korn, dreht es zwischen den Fingern und legt es vorsichtig zurück in den Boden.