
Livia wacht im Atrium auf
Durch das offene Dach des Atriums fällt ein schmaler Sonnenstrahl genau auf Livias Wange. Sie blinzelt. Unter ihren nackten Füssen sind die Mosaiksteine kühl, lauter winzige bunte Quadrate, die ein Bild ergeben: ein kleiner brauner Hund mit der Schrift Cave canem, hüte dich vor dem Hund, gleich beim Eingang. Livia muss kichern. Ihr richtiger Hund Argo, der jetzt schnarchend in der Ecke liegt, würde keine Maus erschrecken. Aus der Küche riecht es nach frisch gebackenem Brot mit Honig. „Livia, salve!“, ruft die Mutter auf Lateinisch. Sei gegrüsst, mein Schatz. Heute, denkt Livia und reibt sich die Augen, gehe ich mit Vater auf den Markt.