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GeschichteKapitel 1 von 5
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Lina mit Holzeimer bei der Kuh vor der Alphuette im Morgenlicht

Lina auf der Alp

Es ist noch dunkel, als Mutter Lina sanft an der Schulter rüttelt. „Ziit für d Chüe“, flüstert sie. Lina gähnt, kriecht aus dem Heu, das ihr Bett ist, und reibt sich die Augen. Im Morgengrauen sieht der Berg gegenüber aus wie ein schwarzer Riese, der schläft. Die Kühe stehen schon vor der Hütte und muhen leise. Lina holt den Holzeimer und beginnt zu melken. Die warme Milch zischt in den Eimer, und plötzlich ist der Tag da: ein erster Sonnenstrahl klettert über den Bergrücken, und die ganze Welt wird golden. „Wenn ich gross bin“, denkt Lina, „bleibe ich für immer hier oben.“ Aber was sie noch nicht weiss: dieser Sommer wird kein gewöhnlicher Sommer.

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