
Mira wacht im Pfahlbau auf
Mira blinzelt. Über ihrem Kopf knarrt das Reetdach des Pfahlbaus, und durch die Ritzen kommt blasses Morgenlicht. Unten plätschert der See. So ist das jeden Morgen, wenn man auf Pfählen wohnt: man hört das Wasser, bevor man die Augen aufmacht. „Na, kleines Murmeltier“, lacht ihre Mutter und tippt sie mit dem Finger auf die Nase. „Aufstehen. Die Beeren wachsen nicht zu uns nach Hause.“ Mira gähnt, streckt sich und schwingt die Beine über den Rand. Heute, denkt sie, ist mir genau so ein Tag, wo etwas passiert.